Tag Archiv für Livestreams

Pop aus Paris: Le Mouv‘.

Le Mouv'Gutes, junges, fetziges Pop- und Jugendradio gibt es auch in Deutschland. Man muss es suchen, aber es gibt es. Es trägt Namen wie Fritz, egoFM, FluxFM oder Puls. Weil aber Ferien sind und man Ferien am Liebsten im Ausland verbringt, wagen wir einen Blick in ebendieses, nach Südwesten zu unseren Nachbarn in Frankreich. Da klingt die junge Welle des öffentlich-rechtlichen Radio France geradezu spaßig, wild, verrückt, durchgedreht, neu, anders, bunt, und spannend. Acht Attribute, die den Leser doch nur die Großartigkeit von Le Mouv’ erahnen lassen können.

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Geheimdienst für Geheimtipps

Auslandsspionage bei FluxFM

Erst vor wenigen Wochen bewies dieses Blog: Deutsches Radio hat seine guten Seiten. Auch wenn man die manchmal ziemlich angestrengt suchen muss. Fündig wird man etwa bei FluxFM, das in den pulsierendsten Metropolen Deutschlands den UKW-Äther befeuert: Berlin, Stuttgart und Bremen.

Wer kennt es nicht: Man weilt im Urlaub und erlabt sich an den dortigen Hörfunkprogrammen und hört Musik, die in den heimischen Sendern, wenn überhaupt, erst Wochen, manchmal Monate später gespielt wird. Aus diesem Phänomen hat FluxFM eine Sendung gemacht, die Auslandsspionage. Denn was in fremden Landen in den Playlists steht, kann für das anspruchsvolle Ohr des deutschen Hörers nur gerade gut genug sein.

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Die Deutschen können’s ja doch!

HamburgSetzen Sie sich langsam, schnallen Sie sich an und machen Sie sich auf eine überraschende Wahrheit gefasst: Auch in Deutschland kann man gutes Radio machen. Was man jahrelang nur den Niederländern, Franzosen, Briten und Amerikanern zugetraut hat, existiert auch in der Bundesrepublik: Hörfunk, bei dem einen das Ohr aufgeht.

Treuen Netzfunklesern bereits bekannt sein dürfte das enorm erfreuliche Radio Eins vom RBB, FluxFM aus Berlin, Bremen und Stuttgart sowie der geschätzte, befreundete Sender unseres Blogs Absolut Radio. Freuen Sie sich nun auf zwei weitere spannende Tipps mit Musik abseits des Mainstreams.

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Karibische Nachrichten im Minutentakt

Havana, CubaFür Urlauber ist Kuba ein beliebtes Reiseziel, für Journalisten hingegen keinesfalls. Während sich viele Inselbesucher in der Sonne aalen oder sich an Tanzkursen in Ferienanlagen erfreuen, können unabhängige Journalisten gar nicht oder nur im Untergrund aktiv werden. Medien außerhalb des Staatsapparats werden nicht geduldet – eine Tatsache die „Reporter ohne Grenzen“ mit dem 171. Rang im Index der Pressefreiheit honorierte.

Skurril, dass sich ausgerechnet das kubanische „Radio Reloj“ als einer der Vorreiter in der internationalen Medienwelt sieht. Nach Eigendarstellung handelt es sich bei „Radio Uhr“ um den ältesten Dauernachrichtensender der Welt. Zu bestreiten ist das vermutlich nicht, denn als am 1. Juli 1947 „Radio Reloj“ auf Sendung ging, war an die heute bei uns populären Infowellen wie B5-Aktuell oder NDR Info noch nicht zu denken.

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Radio wie ein Tagesbad in Lourdes

Radio France Paris

Frankreich-Stereotypen sind furchtbar ausgelutscht. Baguette, Baskenmütze, Louis de Funès, Napoleon. Gewisse Vorurteile bemühen sich die Franzosen jedoch auch gerne zu festigen. Der Radiosender FIP ist nämlich der offizielle Sender, um sich den Kräuterfrischkäse aufs Baguette zu schmieren, das Croissant aufbacken zu lassen oder sein Fass Merlot zu streicheln.
„Aufatmen! Sie hören FIP!“ – Das ist der Slogan der Hauptstadtwelle von Radio France.

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¡La Señal Genial!

Blick auf Tarma

Wer ein echter Radiofan ist, der hört sich nicht nur bei den Sender in seiner Umgebung um, sondern stellt seinen Weltempfänger oder sein WLAN-Radio auch auf Stationen ein, die vom anderen Ende des Globus senden. Wie exotisch! Und: Wie blöd, dass man Thailändisch, Mongolisch, Schwedisch oder Somalisch nicht in der Schule gelernt hat.

Deutlich geringer ist die Sprachenbarriere bei Sendern aus Südamerika, sofern sie nicht in Langagen der lokalen Indianervölker gehalten sind. Ein beliebtes Ziel von Radioenthusiasten ist Radio Tarma aus Peru, das bereits seit 1958 auf Sendung ist.

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Radio aus Ländern, die es nicht gibt

Straßenszene in Tiraspol

Was haben Georgien und Moldawien gemeinsam? Nun, Teile ihres Staatsgebiets gehören ihnen nicht, obwohl sie ihnen gehören – oder nicht?

Die einen finden diese Situation konfus, für viele andere ist es aber nur der ganz normale Wahnsinn, den sie in ihrem Alltag erleben. Sie haben Pässe von Ländern in der Tasche, die es eigentlich nicht gibt. Staaten wie Transnistrien oder Abchasien sind international nur von wenigen anderen Ländern offiziell anerkannt oder ihre Existenzberechtigung wird stark bestritten. Sie verschaffen sich aber mit lauten und interessanten Radiowellen auf dem Globus Gehör.

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Should’ve Been A Cowboy

Dallas

Das Internet hat sehr, sehr viele tolle Dinge hervorgebracht, aber auch einige, die dem gemeinen Nutzer das Surfen auf der virtuellen Welle, das Galoppieren auf der Datenautobahn, das Klickern im World Wide Web so richtig vermiesen. Eines dieser doofen Dinge nennt sich Geoblocking. Deutschen Nutzer ist Geoblocking u.a. dadurch bekannt, dass Youtube-Videos mit musikalischen Inhalten in Deutschland gesperrt werden (Videos von und mit David Hasselhoff werden irrtümlicherweise ebenfalls dazugezählt). Schuld daran ist eben dieses Geoblocking. Wenn man im Sommerurlaub an der bulgarischen Schwarzmeerküste hingegen per WLAN im Hotel Youtube durchforstet, spielen alle Videos problemfrei, denn der Zank zwischen Youtube und der deutschen GEMA hat mit Bulgarien natürlich nichts zu tun, das Ausland ist vom Geoblocking in diesem Fall nicht betroffen. Geoblocking bezeichnet also das Sperren von bestimmten Inhalten innerhalb von gewissen geografischen Gebieten.

Im Multimediabereich sind die Rundfunkhäuser der USA ebenfalls fleißig am geoblocken. Das ist ohne Frage ihr gutes Recht – bzw. eine gute Rechtefrage, die vor allem TV-Sender mit ihren Mediatheken und Internetradiosender betrifft. Diese stellen ihre Inhalte nur Nutzern zur Verfügung, wenn sie sich innerhalb der USA bewegen. Da macht das US-Webradiohören aus Deutschland nicht besonders viel Spaß.

Doch es gibt glücklicherweise Ausnahmen. Weiterlesen

Die lekkerste Musik?

Bonaire

Dieser Webradiotipp zeichnet sich durch exotik und eine ungemein melodische Sprache aus. Es geht nach Mittelamerika und auf eine Insel: Hartelijk welkom, Willkommen auf den niederländischen Antillen! Ein Land, das es eigentlich gar nicht mehr gibt.

Paradise FM von der Insel Curaçao, die weltweit hauptsächlich für blaue Spirituosen bekannt ist, lässt sich durch nichts die gute Laune vermiesen, kein Trübsal, nur Stimmung und mal softe, mal etwas temperamentvollere Klänge (und manchmal auch echte Indie-Perlen wie Maneater von Hall and Oates). Daruntergemischt werden eigentlich unglaublich sympatische, aber auch irgendwie ekelhaft zutrauliche, anbiedernde Moderatoren.  Weiterlesen