Die Deutschen können’s ja doch!

HamburgSetzen Sie sich langsam, schnallen Sie sich an und machen Sie sich auf eine überraschende Wahrheit gefasst: Auch in Deutschland kann man gutes Radio machen. Was man jahrelang nur den Niederländern, Franzosen, Briten und Amerikanern zugetraut hat, existiert auch in der Bundesrepublik: Hörfunk, bei dem einen das Ohr aufgeht.

Treuen Netzfunklesern bereits bekannt sein dürfte das enorm erfreuliche Radio Eins vom RBB, FluxFM aus Berlin, Bremen und Stuttgart sowie der geschätzte, befreundete Sender unseres Blogs Absolut Radio. Freuen Sie sich nun auf zwei weitere spannende Tipps mit Musik abseits des Mainstreams.

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Mehr als Elche und ABBA: Die skandinavische Stimme

Elch

Plötzlich und aus dem Nichts rauscht die Nachricht durch die Agenturen: Der alte Herr verlässt seinen Thron. Nein, nicht Mursi ist gemeint, ein viel gefälligerer Zeitgenosse: Der belgische König. Nun stellt sich ganz Europa die Frage, wie es denn eigentlich den Königinnen und Königen in unseren Breitengraden geht. Zeit also für einen Königsreich-Podcast, sozusagen. Und wer außerdem Elche mag, für den eignet sich die deutschsprachige Sendung von „Radio Schweden“ aus Stockholm besonders gut. Weiterlesen

Die Radioherzen schlagen höher

Radioskala

Wenn Sie dieses Blog lesen, dann müssen Sie schon ein echter Radiofan sein – oder sich dem Medium Hörfunk zumindest nicht ganz abgeneigt geben. Studien von sehr vielen, sehr unbekannten Wissenschaftlern zufolge werden Radiosendungen besonders gut, wenn sie auch von echten Radiofans gemacht werden. Und wie es der Zufall will – so einen Podcast präsentiert das Netzfunk-Blog heute. Und es geht, Sie werden es ahnen können, natürlich um’s tollste Medium der Welt, um’s Radio.

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Karibische Nachrichten im Minutentakt

Havana, CubaFür Urlauber ist Kuba ein beliebtes Reiseziel, für Journalisten hingegen keinesfalls. Während sich viele Inselbesucher in der Sonne aalen oder sich an Tanzkursen in Ferienanlagen erfreuen, können unabhängige Journalisten gar nicht oder nur im Untergrund aktiv werden. Medien außerhalb des Staatsapparats werden nicht geduldet – eine Tatsache die „Reporter ohne Grenzen“ mit dem 171. Rang im Index der Pressefreiheit honorierte.

Skurril, dass sich ausgerechnet das kubanische „Radio Reloj“ als einer der Vorreiter in der internationalen Medienwelt sieht. Nach Eigendarstellung handelt es sich bei „Radio Uhr“ um den ältesten Dauernachrichtensender der Welt. Zu bestreiten ist das vermutlich nicht, denn als am 1. Juli 1947 „Radio Reloj“ auf Sendung ging, war an die heute bei uns populären Infowellen wie B5-Aktuell oder NDR Info noch nicht zu denken.

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Lesen, Gruseln, Mitfiebern!

BücherHerzlichen Glückwunsch! Wirklich, herzliche Gratulation, wunderbar, alles Gute! Wenn Sie sich jetzt wundern, dann kann ich nur sagen: Großartig. Denn Sie lesen! Sie sind nicht dem allgemeinen Verdummungstrend des Internets erlegen und klicken sich nur noch von einem animiertem GIF-Wackelbildchen zum nächsten und schauen Youtube-Videos an, bei denen sich sowohl auf den ersten, als auch auf den zweiten Blick kein tieferer Sinn erkennen lässt. Nein, Sie gehören zu denjenigen, die das getippte Wort in Ehren halten und sich auch dem einen oder anderen Schachtelsatz hingeben. Fühlen Sie sich umarmt! Wenn Sie also folglich auch Freude am Bücherschmökern haben, dann kommt jetzt der entsprechende Podcast-Tipp für Sie.

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Radio wie ein Tagesbad in Lourdes

Radio France Paris

Frankreich-Stereotypen sind furchtbar ausgelutscht. Baguette, Baskenmütze, Louis de Funès, Napoleon. Gewisse Vorurteile bemühen sich die Franzosen jedoch auch gerne zu festigen. Der Radiosender FIP ist nämlich der offizielle Sender, um sich den Kräuterfrischkäse aufs Baguette zu schmieren, das Croissant aufbacken zu lassen oder sein Fass Merlot zu streicheln.
„Aufatmen! Sie hören FIP!“ – Das ist der Slogan der Hauptstadtwelle von Radio France.

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Neues aus Digitalistan

Computer historisch„Das hier ist wirklich sagenhaft, das ist ein MP3-Player. Da kann man bis zu zwei Stunden Musik drauf speichern!“ Die Technikfans ahnten, da bahnt sich eine spannende Neuerung an, die Wolfang Back und Wolfgang Rudolph da gerade im Sommer 1999 präsentieren. Wo? Natürlich in der Fernsehsendung für alle Technikbegeisterten, dem Computerclub.

Von 1981 bis 2003 erklärten die beiden Computerspezialisten Fernsehdeutschland, wie man ins Internet kommt, was eine Maus ist, wie man eigene Software herstellt oder was eigentlich dieses neue Betriebssystem namens Windows 95 alles kann. BTX war eines der ersten, großen Themen, sie interviewten den Erfinder des Computers, Konrad Zuse, übertrugen über das TV-Signal kleine Softwareprogramme und schnüffelten die ganz großen Entwicklungen auf („Ich glaube, das ist der neue Trend, jeder kann heute Grafik!„). Bis dann 2003 Schluss war. Doch auch 10 Jahre nach der letzten Sendung im WDR lebt der Computerclub weiter.

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¡La Señal Genial!

Blick auf Tarma

Wer ein echter Radiofan ist, der hört sich nicht nur bei den Sender in seiner Umgebung um, sondern stellt seinen Weltempfänger oder sein WLAN-Radio auch auf Stationen ein, die vom anderen Ende des Globus senden. Wie exotisch! Und: Wie blöd, dass man Thailändisch, Mongolisch, Schwedisch oder Somalisch nicht in der Schule gelernt hat.

Deutlich geringer ist die Sprachenbarriere bei Sendern aus Südamerika, sofern sie nicht in Langagen der lokalen Indianervölker gehalten sind. Ein beliebtes Ziel von Radioenthusiasten ist Radio Tarma aus Peru, das bereits seit 1958 auf Sendung ist.

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Talk zwischen Herd und Kühlschrank

Küche (aber vermutlich nicht in Berlin)

Was zunächst klingt wie die besten Kochrezepte der 70er, 80er und 90er ist in Wirklichkeit viel besser. Denn wenn ein Podcast in der schnelllebigen Internetwelt bereits rund acht Jahre on the line ist, dann müssen die Leute die dahinterstehen irgendwas richtig gemacht haben (oder einfach nur einen enormen Durchhaltewillen haben – die Küchenradiomenschen haben aber tatsächlich eine Menge richtig gemacht).

Die zum Küchenradio dazugehörige Küche steht in Prenzlauer Berg und gehört Philip Banse, seines Zeichen Journalist und u.a. für dctp.tv und das Deutschlandradio Kultur tätig. Entsprechend professionell die Herangehensweise an die Geschichten und Themen des Küchenradios – aber lockerer als im seriösen Radio oder Internet. Im heimeligen Podcast nehmen sich die Radiomacher die Zeit, die sie zum Geschichtenerzählen brauchen. So kann eine Ausgabe auch schon einmal fast zwei Stunden dauern.

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Radio aus Ländern, die es nicht gibt

Straßenszene in Tiraspol

Was haben Georgien und Moldawien gemeinsam? Nun, Teile ihres Staatsgebiets gehören ihnen nicht, obwohl sie ihnen gehören – oder nicht?

Die einen finden diese Situation konfus, für viele andere ist es aber nur der ganz normale Wahnsinn, den sie in ihrem Alltag erleben. Sie haben Pässe von Ländern in der Tasche, die es eigentlich nicht gibt. Staaten wie Transnistrien oder Abchasien sind international nur von wenigen anderen Ländern offiziell anerkannt oder ihre Existenzberechtigung wird stark bestritten. Sie verschaffen sich aber mit lauten und interessanten Radiowellen auf dem Globus Gehör.

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