Neues aus Digitalistan

Computer historisch„Das hier ist wirklich sagenhaft, das ist ein MP3-Player. Da kann man bis zu zwei Stunden Musik drauf speichern!“ Die Technikfans ahnten, da bahnt sich eine spannende Neuerung an, die Wolfang Back und Wolfgang Rudolph da gerade im Sommer 1999 präsentieren. Wo? Natürlich in der Fernsehsendung für alle Technikbegeisterten, dem Computerclub.

Von 1981 bis 2003 erklärten die beiden Computerspezialisten Fernsehdeutschland, wie man ins Internet kommt, was eine Maus ist, wie man eigene Software herstellt oder was eigentlich dieses neue Betriebssystem namens Windows 95 alles kann. BTX war eines der ersten, großen Themen, sie interviewten den Erfinder des Computers, Konrad Zuse, übertrugen über das TV-Signal kleine Softwareprogramme und schnüffelten die ganz großen Entwicklungen auf („Ich glaube, das ist der neue Trend, jeder kann heute Grafik!„). Bis dann 2003 Schluss war. Doch auch 10 Jahre nach der letzten Sendung im WDR lebt der Computerclub weiter.

Drei Jahre haben Back und Rudolph es ohne „ihren Club“ ausgehalten – dann musste es 2006 wieder weitergehen. Dank rascher Entwicklung des Internets befanden sich gerade Podcasts auf dem Weg in die Alltäglichkeit und da lag es nahe, einen eigenen Podcast aufzuziehen. Und so begann die Geschichte des „Computerclub 2„.

So klingt der CC2. Music by audionautix.com, Ausschnitte mit freundlicher Genehmigung des Computerclub 2 veröffentlicht.

Über 300 Podcast-Folgen sind seit dem produziert und online gestellt worden. Darunter Sondersendungen von der CeBIT in Hannover und zusätzlich einige Videoausgaben. Das Themenangebot umfasst alles, was mit Technik, Computern und der digitalen Welt zu tun hat: ACTA, Vorratsdatenspeicherung, die neuesten Entwicklungen im Hause Google, den Neustart des Digitalradios DAB+, Tablet PCs und Antworten auf die Frage, wie man seine Geräte vor Angreifern aus dem Internet sichern kann.

Zugegeben, eines muss man mitbringen, wenn man sich den Podcast des CCzwei abonniert: Geduld. Denn die beiden Wolfgangs (und Heinz Schmitz) kommen nicht immer ganz so fix auf den Punkt, wie es früher in ihrem TV-Magazin der Fall war. Das ergibt dann meist recht nette Plaudereien, am virtuellen, digitalen Kaffeetisch der Computerfreunde.

Wunderbar am CCzwei: Auch wenn man sich gelegentlich so manch sperrigem Thema hingibt, das so ganz weit weg vom eigenen Notebook zu sein scheint (IT-Forensik, Industrie-Computerwürmer, Programmiersprachen), so findet man immer wieder zurück zu Themen, die zwar erst unhandlich klingen, aber auch den Nicht-Freak, Nicht-Nerd und einfach-nur-so-Computernutzer betreffen werden. Das war schon zu „CC 1„-Zeiten so, als man zum Beispiel einem neuen Musikkompressionsverfahren begegnete.

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Ein Kommentar

  1. Frank Köpnick sagt:

    Klasse, dass so etwas Gutes angeboten wird!

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